14.11.2020- 9:00 Uhr
Ankommen mit Ally
Heute kamen drei Pferde vom Zuchtstall Moorwiesen bei uns auf dem Hof an. Unsere Neuzugänge würden die ersten Tage noch in der Box stehen, bevor sie nach einer Kennenlernphase auf die Koppel zu den anderen durften. Nachdem ich Scherzschmerz zum Putzplatz gebracht hatte kam ich wieder um zusammen mit Amy den zweiten Anhänger zu öffnen. Bei dem Anblick der beiden Stuten bleib uns beiden immer wieder der Mund offen stehen. Ein Rappe und ein Schimmel sahen uns entgegen. Beide kamen relativ unproblematisch mit aus dem Hänger, draußen streckte sich der Schimmel, Alexandria, erst einmal, bevor sie den Blick über unser Gestüt schweifen ließ. Ich machte mich also mit der Stute auf den Weg zum Putzplatz,doch naja es stimmte was der Besitzer uns schon vorher gesagt hatte. Man sollte Alexandria nur erfahrenen Reitern an die Hand geben. Nach einigen - vielen - Komplikationen schafften wir es dann zu unserem Ziel und ich konnte Vivienne holen gehen. 
Nachdem Scherzschmerz in seiner Box war, machte ich mich daran Alexandria zu putzen. Die Stute lebt wirklich nach dem Motto: Weniger ist mehr. Als ich fertig war, wollte sie direkt in die Box. Den Gefallen tat ich ihr dann auch und als ich ihre Box verließ wollte ich auf die Uhr schauen. Wo war denn mein Handy?! Nach einer kurzen Schockstarre machte ich auf dem Absatz kehrt und konnte Alexandria nur noch knapp daran hindern mein Handy in ihrer Tränke zu ertränken. Mein Sabber über zogenes Handy nahm ich an mich, warf der Stute einen bösen Blick zu und ging. Hinter mir hörte ich ein belustigtes wiehern und ich musste doch über die taffe Schimmelstute lächeln. 

19.11.2020- 17:34 Uhr
Erstes Reiten mit Ally...und auch Amy
Heute wurde unser letztes neues Pferdchen zum ersten mal geritten und auch diesmal setzte mich Amy als Versuchskaninchen in den Sattel. Bevor ich allerdings Alexandria holen ging achtete ich darauf alle Wertsachen und ähnliches wegzupacken, einen Wasserschaden des Handys oder Sabberflecken wollte ich nun echt nicht haben. Die Stute begrüßte mich kurz und wartete dann geduldig bis ich das Halfter festgemacht hatte. Von selbst wäre Alex mir beinahe von der Koppel stolziert, denn wozu brach man einen Reiter, der einen führt? Der behindert doch nur! Kurz vor dem Zaun bekam ich den Strick schließlich wieder zu greifen und ich ließ Alexandria erst einmal noch einen Kreis gehen, damit ich den Zaun ordentlich öffnen konnte. Dann gingen wir ZUSAMMEN zum Putzplatz, wo ich sie anband. Nach einer kurzen Putzeinheit machte ich die Stute reitfertig und brachte sie in die Halle, wo Amy schon auf uns wartete. An dem belustigten Funkeln in ihren Augen konnte ich schon erahnen, dass wir heute nicht das übliche Einreittraining absolvieren würden, sondern auch mit der Dressurstute DRESSUR reiten würden. Nachdem ich im Sattel saß ging es erst einmal wieder im Schritt los. Mein Sitz schien sich auf wundersame Art und Weise von Reitstunde zu Reitstunde zu bessern, denn Amy lobte mich sogar. Yeah!! Die nächsten Minuten lang wurde ich von Amy durch die Halle navigiert und ritt mit Hilfe ihrer Anweisungen Dressurfiguren von verschiedenen Schwierigkeitsgraden....sogar erfolgreich. Alexandrias Gangarten sind schwungvoll, aber gut zu Sitzen. Wie auf Wolken "flog" ich im Schritt durch das Sand Viereck. Danach gab mir meine Schwester die Erlaubnis anzutraben. Im Trab musste ich mich erst einmal wieder sortieren, denn wenn Amy mit meiner Beinhaltung zufrieden war, stimmten meine Hände nicht mehr richtig, so dass Alex etwa drei Runden nur ganze Bahn ritt. Doch nachdem ich meinen Sitz wieder etwas geordnet hatte, konnten wir auch hier mit einigen Dressurfiguren weiter machen, außerdem musste ich noch Leichttraben und im leichten Sitz/Jagdsitz reiten. Alexandrias rhythmische Gänge machten es mir leicht immer im Takt zu bleiben, sodass ich auch "schwierige" Übungen beim ersten Versuch meisterte. Während einer kurzen Pause lobte ich die Stute und danach galoppierten wir zum Abschluss. Alexandrias Gänge sind fabelhaft und auch im Galopp versuchten wir uns an Bahnfiguren und einem Fliegenden Galoppwechsel, was schon ziemlich gut funktionierte. Nach dem loben stieg ich ab und brachte Alex mit einer Decke und vollem Magen auf ihre Koppel zu Vivi.